FARBENFROH

WAS:

Wettbewerbserfolg und im Anschluss Neubau einer Aula und Mensa + Umbau und Erweiterung der Schule

WO:

Schramberg-Sulgen, Landkreis Rottweil

WER:

Wettbewerbs- und Projektleitung für metris architekten + stadtplaner

WANN:

Wettbewerb 2014, Ausführung: 2015-2017

Konzept Außenraum

Konzept Innenraum

Mit der neuen Aula-Mensa wurde der Schulcampus des Berufsschulzentrums Schramberg um ein farbenfrohes, leicht und freundlich wirkendes Gebäude reicher. Der eingeschossige Neubau orientiert sich nach Süden, ist von beiden Schulen gut erreichbar und bildet den wichtigen Abschluss des Schulhofes nach Norden. Entstanden ist somit ein Schulhof, der neben einer hohen Aufenthaltsqualität Platz für vielfältige Freiraumnutzungen bietet.

Darüber hinaus wurden Teile des Erdgeschosses der Ludwig-Erhard-Schule aus den 1970er Jahren umgebaut und modernisiert. Entstanden sind u.a. zentrale, moderne und helle Räume für die Schulleitung, ein großzügiges Lehrerzimmer sowie weitere Lehrerarbeitsplätze und Medienräume für Schüler. Mit den Baumaßnahmen gingen die entsprechenden Schadstoffsanierungen und die brandschutztechnische Ertüchtigung im Altbau einher.

Entworfen und geplant wurde die neue Mensa-Aula von metris architekten + stadtplaner aus Heidelberg, die 2015 den Realisierungswettbewerb für sich entscheiden konnten. Gemeinsam mit Bauleiter Julius Digeser aus Dunningen wurden beide Maßnahmen in den vergangenen drei Jahren realisiert.

Der Neubau der Mensa/Aula wurde barrierefrei in Holzbauweise hergestellt. Während die Nordfassade eher geschlossen ist und der Anlieferung dient, sind die Südfassade und große Teile der Ost- und Westfassade raumhoch verglast. Der Übergang zwischen Außen- und Innenraum ist fließend. Zwischen beiden liegt ein überdachter, erhöhter Vorbereich, der sich vor allem auch bei schlechtem Wetter als Aufenthaltsbereich für die Schüler*innen im Freien eignet. Um das ganze Gebäude und den Vorbereich sind farbige Lamellen vorgestellt, die die Fassade in offene und geschlossene Bereiche differenziert, spannende Licht- und Schattenspiele im Innenraum generiert und den Übergang zwischen Außen- und Innenraum aufhebt.

Vorbei an einem schuleigenen Kiosk gelangt man durch einen Windfang in den großen Innenraum der Aula und Mensa. Die Funktionsräume im Norden werden durch einen Nebeneingang an der Nordfassade angeliefert. Die Aula kann durch eine Faltwand beispielweise für Prüfungen oder kleinere Veranstaltungen abgetrennt werden. Mensa und Nebenräume können in diesem Fall weiterhin parallel uneingeschränkt genutzt werden.  Eine Multifunktionswand trennt den Aufenthaltsbereich von den Nebenräumen. Die Wand beinhaltet neben der Essensaufgabe das Stuhllager und integriert die Falttrennwand im geschlossenen Zustand.

Auch können sich die Schüler*innen während ihrer Pausen und in der unterrichtsfreien Zeit in der Aula/Mensa aufhalten, sich zurückziehen oder aber in Gruppen gemeinsam lernen. Dafür bieten unterschiedlichste Möbel viele Möglichkeiten zum arbeiten, „chillen“ und sich unterhalten.

Durch seine kompakte Form und seiner einfache Konstruktion stellt der Neubau nicht nur eine wirtschaftliche und attraktive Lösung dar, sondern beinhaltet mit seinem hohen Energiestandard und einer extensiven Dachbegrünung weitere Maßnahmen nachhaltigen Bauens.

FOTOS: Konrad Zerbe

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